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Verbindung von PSA-Partnern … „mit allen Vor- und Nachteilen?“

Nach den CE-Standards sind die Schutztypen sauber getrennt ... Schutz gegen Chemikalien oder Schutz gegen Hitze und Flammen oder Schutz gegen Lichtbogen usw. Das ist praktisch aber unrealistisch. Anwendungen beinhalten oftmals mehr als eine Gefahr. Daher kann ein Schutz gegen Chemikalien und Hitze und Lichtbogen erforderlich sein. Die meisten Benutzer haben nicht nur mit einer, sondern mehreren Gefahren zu tun.

Die offensichtliche Lösung ist eine Verbindung der Schutztypen durch eine Kombination von PSA. Aber sind sie auch perfekt aufeinander abgestimmt? Oder führt dieser Weg zum Versagen der PSA? Haben die Eigenschaften des einen Elements nachteilige Auswirkungen auf die anderer? Das kann der Fall sein und ist so. Benutzer sollten sich der möglichen, sich daraus ergebenden Gefahren bewusst sein ...

Pyrolon CRFR over TPG.pngFür dieses Problem gibt es zwei Varianten:

  • Es müssen zwei Arten von PSA getragen werden, die unterschiedlichen Körperteile schützen.
  • Es müssen zwei Schutztypen am gleichen Körperteil getragen werden, um unterschiedliche Arten von Schutz zu gewährleisten.

 Die erste Variante lässt sich einfach handhaben. Für die optimale Kompatibilität der verschiedenen PSA sind vorrangig die Hersteller verantwortlich. Benutzern stellt sich die Frage, wie gut die verschiedenen PSA zusammenarbeiten. Wie gut passt beispielsweise die Kapuze eines Overalls auf den Rand einer Gesichtsmaske? Oder wie effizient ist die Verbindung von Anzugärmeln mit Chemikalienhandschuhen? Bei den Lösungen wird oftmals improvisiert, indem z. B. die Übergänge mit Klebeband abgedichtet werden. Derartige Lösungen wurden jedoch nicht getestet, und es lohnt sich, bessere Lösungen anzustreben, z. B. Kapuzen mit hervorragender Passform oder ein System zur Abdichtung von Handschuhen.

Gefahren der Verbindung von PSA

Die zweite Variante ist problematischer, zum einen da die Probleme weniger offensichtlich sind, und zum anderen da keine fertige Lösung bereitsteht. Ein gutes Beispiel in Bezug auf Schutzkleidung ist das Tragen eines standardmäßigen Einweg-Chemikalienanzugs ÜBER einem Anzug, der dem Schutz gegen thermische Gefahren dient.

Viele Benutzer müssen Schutzkleidung gegen thermische Gefahren (wie einen Nomex®, feuerbeständige Baumwolle oder ähnliches) tragen, um sich gegen die Gefahren von Flammen oder thermische Gefahren zu schützen. Viele Anwendungen erfordern jedoch auch einen Schutz gegen Chemikalien, und zu oft wird dafür ein Chemikalienanzug ÜBER der Schutzkleidung gegen thermische Gefahren getragen. Das kann auch der Fall sein, weil Schutzkleidung gegen thermische Gefahren teuer ist. Das Waschen ist kostspielig und reduziert die Haltbarkeit. Das Tragen eines standardmäßigen Einweganzugs scheint daher praktisch, um die Kosten zu minimieren. Diese Lösung stellt jedoch ein ernstzunehmendes Problem dar, das den Schutz gegen thermische Gefahren beeinträchtigen kann, und zwar möglicherweise entscheidend.

Schutzkleidung gegen thermische Gefahren erzeugt zwischen der Wärmequelle und der Haut des Benutzers eine Sperre gegen Wärmeenergie. Standard-Chemikalienanzüge entzünden sich jedoch und brennen, geschmolzene, brennende Überbleibsel fallen herunter und haften an Oberflächen, auch am Gewebe der Schutzkleidung gegen thermische Gefahren, die darunter getragen wird. Außerdem bestehen Einweg-Anzüge aus thermoplastischen Materialien, die Wärmeenergie absorbieren und über längere Zeit nach und nach freisetzen. Geschmolzenes Polypropylen und Polyethylen setzt auch nach dem Verbrennen über lange Zeit Wärmeenergie frei.

Deshalb wird die Wärmeenergie lange nachdem die Wärmequelle gelöscht ist auf die Haut des Benutzers übertragen. Außerdem werden die Poren des Gewebes der Schutzkleidung gegen thermische Gefahren blockiert und ein „Treibhauseffekt“ erzeugt, d. h. die Wärmeenergie wird an der Haut des Benutzers bewahrt. Anders gesagt, der Einweg-Anzug selbst wird zur leistungsstarken Wärmequelle, während er den von der Schutzkleidung gegen thermische Gefahren bereitgestellten Wärmeschutz zerstört.

TPG and disposable body burns.jpgDas ist nicht nur Theorie. Flammtests mit einer Puppe zeigen die Wirksamkeit von Schutzkleidung gegen thermische Gefahren durch eine künstliche „Stichflamme“, um das Ausmaß von Verbrennungen 1. und 2. Grades am Körper vorherzusagen. Es wurden unabhängige Tests durchgeführt, bei denen verschiedene Chemikalienanzüge über Schutzkleidung gegen thermische Gefahren getragen wurden. Die Ergebnisse sind alarmierend:

Die prognostizierten Verbrennungen am Körper bei Schutzkleidung gegen thermische Gefahren allein betrugen 37 % Verbrennungen 1. Grades (Karte der Verbrennungen am Körper 1). Mit einem standardmäßigen Einweg-Overall darüber stiegen die vorhergesagten Verbrennungen am Körper auf 53 %, wobei es erhebliche Verbrennungen 2. Grades gab (Karte der Verbrennungen am Körper 2). Die roten Bereiche zeigen die Stellen, an denen die Verbrennungen 2. Grades auftraten, vorrangig an den Armen und Beinen und genau dort, wo im Testvideo zu sehen ist, dass das Einweg-Polymer noch lange weiter brennt, nachdem die Wärmequelle gelöscht ist. Die Zunahme der Verbrennungen am Körper – von 37 % auf 53 % – und die tieferen Verbrennungen können leicht über Tod oder Leben entscheiden.

 

TPG + Pyrolon CRFR body burn.jpgGlücklicherweise gibt es eine Lösung. Es gibt korrekt designte feuerbeständige Einweganzüge, die Standard-Einweganzüge ersetzen. Die unten dargestellte Karte der Verbrennungen am Körper (Karte der Verbrennungen am Körper 3) stammt aus der gleichen Testserie und umfasst einen Pyrolon CRFR, einen speziell auf Feuerfestigkeit ausgelegten Chemikalienanzug, der über der Schutzkleidung gegen thermische Gefahren getragen wird:

In diesem Fall sind die Verbrennungen nicht nur ausschließlich 1. Grades, die vorhergesagten Verbrennungen am Körper haben sich zudem auf 24 % reduziert. Der Schutz gegen thermische Gefahren wurde demnach erheblich verbessert.

Bei der Verbindung verschiedener PSA ist wichtig, dass Benutzer stets prüfen, ob ein Element nachteilige Auswirkungen auf die Leistung des anderen hat. Bemühen Sie sich in diesem Fall um eine Lösung, die gewährleistet, dass die Verbindung nur Vorteile und keine Nachteile hat. Mit dem richtigen Partner kann die Verbindung nicht nur perfekt sein, sondern auch lange Zeit Schutz bieten.

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